Sechs zu Null
Geschrieben von Matthias   
Dienstag, 15. Juni 2010

fehlende Gerechtigkeit 6:0 für Gerechtigkeit, Philantrophie und Phalluskult heißt es im Jahr 2010 für die Herren. Und Damen.

Das Stiftungsfest steht an, an welchem sich die selbsternannten Anwälte der Naiven Kunst selbst zu feiern verstehen.

Gestützt auf langjährige sozialanthropologischen Studien wird am 18. zur "FSK 18" (Freiwillige Selbstkontrolle der Kneippanlagenbesitzer) Feier geladen. Frei nach Pfr. Sebastian Kneipp werden sich die Nichtunterschätzer geisthaltig trainieren und körperlich ihr Yin gegen ihr Yang ausspielen. Eingeladen sind Mitglieder und deren Narren.

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Lange in Lorsch
Geschrieben von Mark P. Haverkamp   
Montag, 21. Dezember 2009

Lorsch"Keiner sollte viel vom Kloster Lorsch erwarten. Davon ist nicht viel übriggeblieben." Dies wurde häufiger gesagt und gehört. Seehr wichtig, aber jaa nicht viel erwarten. Da ist fast nichts in Lorsch, so gut wie nichts, kaum etwas zu sehen. Wir waren gespannt.


Die Nichtunterschätzer des subjektiven Faktors im objektiven Verlauf fahren seit fünf Jahren stets den zweiten Samstag im Dezember zum Jahresabschlussessen an einen Ort in der Kurpfalz, wo sie im Vorfeld mittels einer Führung tief in die örtliche Historie eintauchen. Nach intensiven Kontaktaufnahmen mit Ladenburg, Speyer, Schwetzingen, Weinheim und Heppenheim zwitscherten sich im Spätsommer 2009 zwei aus der Sippe Lorsch als das für dieses Jahr angebrachte Ziel zu.


Am Bahnhof Lorsch sammelten sechs Nichtunterschätzer mit Gast ihren siebten Vereinsmann ein, der aus entgegengesetzter Richtung in die südhessische Kleinstadt im Kreis Bergstraße gekommen war, und liefen die Bahnhofstraße in Richtung Museumszentrum. Dort hielt der Vorsitzer mit der bestellten Führerin zunächst ein vertrauliches Pläuschchen. Zu Beginn der Führung stand der Nichtunterschätzkreis etwas mehr als eine halbe Stunde um die Führerin hinterm Eingang des Museums und lauschte andächtig. Einige nickten ab und zu, die lautestete Stimme der Truppe stellte hin und wieder Fragen. "Aber jetzt wollten wir uns ja eigentlich die Sachen mal anschauen", sagte die Dame und schaute auf ihre Uhr. Im Klostermuseum wurde der 1991 zum Weltkulturerbe ernannten Abtei weiter nachgespürt. Draußen ging es weiter zur Karolingischen Torhalle und in sie hinein. Die Temperaturen stürzten. Bei Dämmerung wurde eine große Runde durch den Park gedreht. "Möchten Sie noch zuhören?"

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5. Stiftungsfest mit Proseminar im Grafenschloss
Geschrieben von Mark P. Haverkamp   
Mittwoch, 22. Juli 2009

 

Saminar

Wo Diez ist, interessiert und interessierte niemanden."In der Pfalz" hieß es von Anfang an, aber das stimmt natürlich nicht. Es musste auch niemand wissen, denn Diez war einfach eine Stätte, in die die Nichtunterschätzer Zuflucht für ihr 5. Stiftungsfest im Juni 2009 nehmen würden. Zackig entschieden ein dreiviertel Jahr zuvor im Mannheimer Uniclub, weil der Unterlagenverteiler, Kataloginhaber und Reiseplaner in die Richtung redete, jeder sein Bier trinken wollte und keiner auf Diskussionen Lust bekam.

Bevor ich losfuhr, riefen mich Vereinskollegen, die bereits auf dem Weg waren, an und redeten mit mir in der zweiten Person Plural. Und stellten mir Fragen, von denen ich nichts verstand. Ich schaltete mein Handy aus und lief zu meinem Fahrer.
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Exbummel zum Sternenhimmel
Geschrieben von Mark P. Haverkamp   
Donnerstag, 8. Januar 2009

 

JA HP 08

„Leute, nachdenken!“ ermuntert der nette ältere Herr seine kleine Gruppe. Der eine oder andere meldet sich brav und sagt ihm, welcher Planet sich in unserem Sonnensystem wo befindet. Das freut ihn, er malt alles an die Wand und führt die Kleinen noch nach oben, damit sie sich die Gerätschaften anschauen.

Der Mann auf der Heppenheimer Sternwarte hat in solchen Führungen viele Jahre Erfahrung. Auch religiöse Gruppen kämen zu ihm, sagt er. Erst neulich seien die Zeugen Jehovas vor Ort gewesen, erzählt er lächelnd und kopfschüttelnd, und hätten mit ihm über das Alter der Erde gestritten. „Die Bibel ist aber doch kein wissenschaftliches Buch“ klärt er seine Lieben auf und für den Moment fühlen manche unter ihnen sich in den Sachkundeunterricht der dritten Grundschulklasse zurückversetzt.

An diesem Samstag, den 13. Dezember 2008 nämlich sind weder christliche Fundis noch mit ihrer Frau Lehrerin auf Ausflug gekommene I-Männchen in der hessischen Kleinstadt. Sondern wahre Stimmen der Vernunft, die Nichtunterschätzer des subjektiven Faktors im objektiven Verlauf feiern ihren üblichen Jahresabschluss. Und machen dazu unter anderem eine kleine „Bilderreise in den Weltraum“.

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Sommerwochenende in Gernsbach
Geschrieben von Mark P. Haverkamp   
Samstag, 27. September 2008
 
Gernsbach

Man könne ja mal eine Wanderung im Schwarzwald machen. Sagte ich im Herbst vergangenen Jahres, als ich gerade dabei war, von Mannheim nach Gernsbach zu ziehen. Gernsbach ist eine Kleinstadt im Murgtal, ein paar Kilometer östlich von Baden-Baden im Kreis Rastatt. Ja, in den Schwarzwald müssten die Nichtunterschätzer unbedingt mal kommen, zumal ich auch eine große Terrasse haben würde mit einem wunderschönen Ausblick auf das Murgtal. So kamen wir dann öfter auf diesen Punkt zurück. Und im April oder Mai nahmen wir dann ein Wochenende im August ins Visier. Das zweite Augustwochenende 2008.

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